Novellen aus „1003 Nächte“

Auszüge aus dem Novellenband „1003 Nächte“ von Renate Schmid

Was macht uns zu besonders wertvollen Menschen?

Hier geht es zu den Lichtbildern

Stelle Dir einen riesigen Marktplatz vor, auf dem Sklaven als Ware angeboten werden. Jeder dieser Menschen hat einen eigenen Verkaufswert. Doch ohne Wert ist nichts zu verkaufen. Also, versuchen alle  einen möglichst hohen Wert nach außen darzustellen, in der Hoffnung, dann einen guten Arbeitsplatz zu finden. Ein jeder preist sich mit seinen Vorteilen an und will den anderen neben sich verdrängen.Nun gibt es aber einen ganz besonderen Interessenten der heute über den Markt geht und der so ganz anders handelt als die Miteinkäufer, indem er sagt:„Ich finde euch alle gleich gut. Für mich seid ihr alle gleich viel wert. Ich könnte mich nicht entscheiden, wen ich lieber hätte, deshalb will ich euch alle freikaufen, wenn ihr es denn wollt. Denn ich will einen paradiesischen Garten anlegen mit eurer Hilfe.“ Einer, der besonders große Muskelpakete aufzuweisen hatte, fand es ungerecht, dass er mit seinem Nachbarn, einem zierlichen unscheinbaren Mann gleichgesetzt wurde.

Und so fragt er: „Herr, wo willst du diesen unwürdigen Schwächling einsetzen, wo ich dir mit meiner Kraft viel besser und effektiver dienen kann. Von mir hättest du doch viel mehr Nutzen. Und so bin ich doch viel mehr wert als er.“Der Herr antwortet: „Mein Sohn, niemand von euch kann sagen, dass er mehr wert sei als der andere. Seid ihr doch völlig verschiedene Wesen und wäre es nicht schade, wenn ich auf die Vielfältigkeit verzichten würde, nur weil ich berechne? Nein, da ihr alle verschiedene Fähigkeiten besitzt und ein jeder von euch einzigartig ist, habe ich dadurch den größten Nutzen. Ich freue mich, weil ich die Vielseitigkeit und Vielfalt in meinem Lebensgarten anstrebe und so wird es mir niemals langweilig, denn ein jeder von euch erfüllt eine ganz besondere Anforderung und nur zusammen ergebt ihr ein Ganzes. So nehme ich euch alle an, wenn ihr freiwillig und mit frohem Herzen mir nachfolgt.“Ein solches Verhalten wird in unserer Zeit der ständigen Bewertung „Mein Haus, mein Auto, mein Boot, meine Frau ….“ sicherlich von vielen als rückständig oder weltfremd bezeichnet werden und doch gibt es auch heute noch jemanden, der so handelt:  Gott liebt uns so wie wir sind! Also sollten wir uns ebenfalls nicht nach Äußerlichkeiten bewerten, nach dem was wir besitzen und nach dem was wir nach außen darstellen. Copyright Renate Schmid

 

Weitere Infos über www.weltenlehrer.de

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s